Was tun bei Betrug?

Haben Sie den Verdacht, dass es sich bei einer Anzeige im Immobilienmarkt der Freien Presse aufgrund von Indizien um eine Abzockfalle handeln könnte, informieren Sie bitte die Mitarbeiter der Freien Presse (Tel.: 0371 656-10719 / E-Mail: online-anzeigen@freiepresse.de)

Die Mitarbeiter werden den Sachverhalt gewissenhaft überprüfen und gegebenenfalls die Anzeige aus dem Immobilienmarkt löschen.

Hatten Sie Kontakt mit einem Anbieter, von dem Sie aufgrund seines Verhaltens vermuten, dass er ein Betrüger sein könnte, so informieren Sie bitte ebenfalls die Mitarbeiter der Freien Presse. Darüber hinaus können Sie – wenn Sie sehr konkrete Anhaltspunkte haben – auch eine Anzeige bei der Polizei aufgeben, eventuell Berufsverbände (wenn es beispielsweise ein Makler ist oder sich als solcher ausgibt) und die Verbraucherzentrale informieren.

Sichern Sie eventuelle Beweise und brechen Sie den Kontakt zum mutmaßlichen Betrüger ab, in dem Sie ihm mitteilen, dass Sie kein Interesse mehr an dem Angebot haben. Versuchen Sie nicht, auf eigene Faust zu ermitteln oder gar den Verdächtigen zu überführen.

Wurden Sie aufgrund einer Abzockfalle im Immobilienmarkt Opfer eines Betrügers, so sollten Sie unbedingt die Mitarbeiter der Freien Presse informieren, damit die betrügerische Anzeige schnellstens gelöscht wird. Erstatten Sie unbedingt eine Anzeige bei der der Polizei.

Viele Betrugsopfer gehen leider nicht zur Polizei, weil sie wissen, dass die Chancen, das Geld wieder zu bekommen, sehr gering sind und weil es ihnen peinlich ist, auf die Masche des Betrügers hereingefallen zu sein. Mit diesem passiven Verhalten tun die Opfer den skrupellosen Ganoven aber auch noch einen zusätzlichen Gefallen und helfen denen, weitere Menschen über den Tisch zu ziehen.

 

Betrug bzw. Betrugsverdacht im Internet öffentlich machen?

Auch wenn Ihr Ärger groß ist, auch wenn Sie die ganze Welt über Internet und soziale Netzwerke vor dem miesen Typ warnen möchten, der Sie für dumm verkaufen wollte (Betrugsverdacht) oder sich mit Ihrem Geld ein schönes Leben machen will (Betrugsfall), so kann man nur davon abraten, wütend drauflos zu schreiben. Gehen Sie mit Bedacht vor und wählen sie sehr gründlich Ihre Worte! Ansonsten kann es sein, dass Sie gesperrt werden oder im schlimmsten Fall sogar juristischen Ärger bekommen, beispielsweise in Form einer Unterlassungserklärung oder einer Anzeige wegen Beleidigung.

Auch kann Ihr Beitrag ungeahnte, negative Folgen haben – nicht nur für Sie, sondern auch für Unbeteiligte. Die Veröffentlichung im Internet und in sozialen Netzwerken ist nämlich eine zweiseitige Angelegenheit. Einerseits ist es natürlich gut, wenn andere Menschen vor Betrugsmaschen und Ganoven gewarnt werden. Anderseits kann ein entsprechender Beitrag auch viel Schaden anrichten, indem zum Beispiel durch die losgetretene Empörungswelle (virale Verbreitung) unschuldige Menschen in Verdacht geraten (Verwechslung) und Schaden erleiden (dieser beginnt bei Imageschaden, geht weiter über wirtschaftliche Verluste bis hin zu Angst durch Androhung körperlicher Gewalt durch irgendwelche Idioten). Auch könnte die Veröffentlichung die Arbeit der Polizei und der Justiz erschweren, weil der Täter gewarnt ist, Spuren beseitigt und das Weite sucht.

Zudem können öffentliche Verdächtigungen ein juristisches Nachspiel haben. In Deutschland gilt die Unschuldsvermutung. Bevor ein Gericht in einem ordentlichen Verfahren nicht die Schuld des Beschuldigten festgestellt hat, dürfen Sie einen mutmaßlichen Betrüger nicht vorverurteilen und öffentlich Betrüger nennen, ganz egal, wie viele Beweise sie haben oder wie sehr sie von der Schuld überzeugt sind.