Richtig lüften im Sommer

In den Sommermonaten ist es im Freien tagsüber meist deutlich wärmer als in der eigenen Wohnung. Hinzu kommt, dass in unseren Breiten die Luft im Hochsommer oft feuchtwarm ist (schwülwarme Wetterlage), also besonders viel Wasser aufgenommen hat. Bei diesen Bedingungen funktioniert das Lüftungsprinzip „Austausch warmer, feuchter Innenluft mit kalter, trockener Außenluft“ nicht mehr. Denn wer bei hohen Temperaturen die Fenster offen hält, lässt damit nicht nur warme Luft in seine Wohnung, sondern auch zusätzlich Feuchtigkeit rein.

Um das Lüftungsprinzip dennoch erfolgreich anwenden zu können, müssen wir dann lüften, wenn es draußen deutlich kälter ist, als in der eigenen Wohnung. Das ist in den späten Abend- und Nachtstunden sowie am frühen Morgen. In dieser Zeit sollte ausgiebig und gründlich gelüftet werden, gern auch 30 Minuten und länger. Um den Luftaustausch zu beschleunigen, sollte man für Durchzug sorgen, also gegenüberliegende Fenster öffnen. Wo dies nicht möglich ist, kann man auch mit einem Ventilator nachhelfen.

Klettert die Außentemperatur, nach dem die Sonne aufgegangen ist, wieder nach oben, sollten alle Fenster komplett verschlossen werden (also auch nicht in Kippstellung bringen). Wenn gleichzeitig durch Beschattung (zum Beispiel Rollos, Markisen, Stores) der Fenster eine direkte Sonneneinstrahlung und damit ein Aufheizen der Räume verringert wird, hat man durch dieses Lüftungsverhalten gleich noch den Nebeneffekt, dass es in der Wohnung angenehm kühl bleibt und man sich auch im Hochsommer in den eigenen vier Wänden wohlfühlt.

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